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Acrylnägel
Als „Acrylnägel“ wird im Allgemeinen die Anwendung der Pulver-Flüssigkeit-Technik zur Kunstnagelmodellage verstanden. Durch das Vermischen eines flüssigen Acryls, dem Monomer, mit einem Acryl Pulver, dem sogenannten Polymer entsteht eine homogene Masse, welche dann auch den Nagel aufgetragen wird. Das flüssige Monomer ist eine chemische Zusammensetzung aus kleinen Molekülen die nicht miteinander verbunden sind. Das pulverartige Polymer hingegen besteht aus Molekülen, die in langen Ketten miteinander verbunden sind. Fügt man diese Bestandteile zusammen, härtet die Masse durch eine chemische Reaktion aus. Anders als bei UV-Härtenden-Gelnägeln ist dieser Prozess von der Kundin nicht spürbar.
Wenn der Naturnagel nicht verlängert werden soll und auch keine French Manicure angewendet werden soll, gestalten sich die einzelnen Arbeitsschritte wie folgt.
Als erstes muss der Naturnagel mir einer schonenden Feile ganz leicht angeraut werden. Der angeraute Nagel wird dann mit einem sogenannten Primer von der Fettschicht befreit. Jetzt wird der Pinsel in die Flüssigkeit getaucht und anschließend in das Pulver, so dass sich ein kleines Kügelchen bildet. Dieses wird nun auf den vorbehandelten Nagel aufgetragen und modelliert. Wenn die Masse ausgehärtet ist, wird der Nagel in Form gefeilt und poliert.
Wie bei allen Arten von künstlichen Fingernägeln ist ein Problem, dass der eigene Fingernagel weiter wächst und so eine Lücke zwischen Nagelhaut und dem künstlichen Nagel entsteht. Diese Lücke muss alle 2 – 6 Wochen, je nachdem wie schnell der eine Nagel nachwächst, wieder aufgefüllt werden.
Früher wurde diese Technik nur in wenigen Studios angeboten, da sie durch die Zweikomponentigkeit wesentlich schwieriger zu modellieren ist als Gel. Die Preise können hierfür sehr stark zwischen den verschiedenen Anbietern bzw. Studios variieren. Meist gilt hier aber nicht teurer gleich besser. Denn modern und aufwendig gestaltete Studios wollen schließlich auch finanziert werden. Hier zahlt die Kundin also nicht nur für die Leistung sondern auch für das Ambiente.
Zusammenfassend sind Acrylnägel sehr belastbar und mittlerweile auch sehr verbreitet und werden daher in vielen Studios angeboten. Gut gearbeitete sehen sie natürlicher aus als Gelnägel, da wesentlich dünner gearbeitet werden kann und auch die gute Modellierbarkeit mehr Möglichkeiten bietet. Ein zusätzliches Plus ist, dass die Masse vom Naturnagel abgelöst werden kann, welches bei der Geltechnik nicht der Fall ist. Damit zählt die Acryltechnik zu den beliebtesten Arten vom Nageldesign .
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